Erzeugungsanlagen > 30 kW

Beabsichtigen Sie eine Erzeugungsanlage > 30 kW und/oder ein Speicher am Niederspannungs-, Mittelspannungs- oder Hochspannungsnetz zu errichten, dann sind diese durch uns zu genehmigen. Wir beurteilen, ob eine Anlage am gewünschten Punkt angeschlossen und betrieben werden kann.
 
Grundlage der Beurteilung ist eine Beantragung entsprechend den Technischen Anschlussbedingungen (TAB) Niederspannung zusammen mit der VDE-AR-N-4105 oder der TAB Mittelspannung.
 

 

Für den Anschluss von Erzeugungsanlagen an Nieder- und Mittelspannung beachten Sie bitte die Zeitplanung und die folgende Bearbeitungskette.

Zeitplan für die Bearbeitung des Netzanschlussbegehrens
 Arbeitsschritt  Verantwortlich  Zeit*
 Kundenanfrage  Kunde  
 Hinweis auf Internetseite für erforderliche Anmeldeunterlagen  Netzbetreiber  5 Tage
 Übermittlung der vollständigen Anmeldeunterlagen  Kunde  
 Netzverträglichkeitsprüfung mit Ergebnis und Antwortschreiben  Netzbetreiber  8 Wochen
 Rückinformation und Bestätigung  Kunde  
 Anschlussangebot für Anlagen > 30 kW  Netzbetreiber  
*Die Angaben sind Richtwerte für kalkulierte Bearbeitungszeiten, nicht berücksichtigt wurden Sondereinflüsse wie Lieferengpässe, witterungsbedingte Baubehinderungen usw.​

 

Zeitplan für die Herstellung des Netzanschlusses
Arbeitsschritt Verantwortlich Zeit*
Planung und Kostenermittlung
Anschlussangebot und Netzanschlussvertrag
Netzbetreiber 10 Wochen
Rücksendung des bestätigten Anschlussangebotes Kunde  
Bewilligungsantrag
Bau Anschluss, Fertigmeldung
Netzbetreiber 8 Wochen
*Die Angaben sind Richtwerte für kalkulierte Bearbeitungszeiten, nicht berücksichtigt wurden Sondereinflüsse wie Lieferengpässe, witterungsbedingte Baubehinderungen usw.

1. Anmeldeverfahren
 
Für die Bearbeitung der Anfrage zum Anschluss von Erzeugungsanlagen und/oder Speicher benötigen wir folgende Informationen und Unterlagen. Die entsprechenden Formulare finden Sie im Downloadbereich.
 
Anschluss an Niederspannung für Erzeugungsanlagen und/oder Speicher:

  • Ergänzung zur Antragstellung
  • Anmeldung zum Anschluss für das Niederspannungsnetz (AAN)
  • Lageplan, aus dem Orts- und Straßenlage, Flur- und Flurstückbezeichnung, die Bezeichnung
    und die Grundstücksgrenzen sowie der Aufstellungsort der Erzeugungsanlage und/oder Speicher
    hervorgehen
  • Für Erzeugungsanlagen: Datenblatt mit den technischen Daten für jede baulich unterschiedliche
    Erzeugungseinheit (E.2 NS)
  • Für Speicher: Datenblatt mit den technischen Daten (E.3 NS)
  • Einheitenzertifikat für Erzeugungseinheiten und/oder Speicher mit dem zugehörigen
    Prüfbericht
  • Beschreibung der Schutzeinrichtungen (integriert / zentral) sowie das Zertifikat für den Netz- und Anlagenschutz mit dem zugehörigen Prüfbericht
  • Übersichtsschaltplan des Anschlusses der Erzeugungsanlage und/oder des Speichers (ggf.
    einschließlich bereits vorhandener Erzeugungsanlagen und/oder Speicher) an das
    Niederspannungsnetz mit den Daten der eingesetzten Betriebsmittel inkl. der Anordnung der
    Mess- und Schutzeinrichtungen sowie der Anordnung der Zählerplätze (auch dezentrale
    Zählerplätze)
  • Kundendatenblatt für Erzeugungsanlagen entsprechend Ihrer genutzten Energieart
  • Fertigmeldung Erzeugungsanlage und/oder Speicher
  • Inbetriebsetzungsprotokoll (E.8 NS)
  • soweit im jeweiligen Anschlussfall erforderlich: Zertifikat für die Leistungsflussüberwachung
    am Netzanschlusspunkt (PAV, E-Überwachung, 70-%-Begrenzung, Symmetrieeinrichtung
    nach VDE-AR-4100)

Anschluss an Mittelspannung für Erzeugungsanlagen oder gemischten Bezugs- und Erzeugungsanlagen – einschließlich Speichern – sowie Notstromaggregaten mit einem Netzparallelbetrieb von > 100 ms

  • Ergänzung zur Antragstellung
  • Anmeldung zum Anschluss für das Mittelspannungsnetz (AAM)
  • Lageplan, aus dem Orts- und Straßenlage, Flur- und Flurstückbezeichnung, die Bezeichnung
    und die Grundstücksgrenzen sowie der Aufstellungsort der Erzeugungsanlage und/oder Speicher
    hervorgehen
  • Für Erzeugungsanlagen: Datenblatt mit den technischen Daten für jede baulich unterschiedliche
    Erzeugungseinheit (E.8 MS)
  • Für Speicher: Datenblatt mit den technischen Daten (E.8 MS)
  • Einheiten- und wenn erforderlich Komponentenzertifikat(e) und jeweils der Auszug aus dem
    Prüfbericht „Netzverträglichkeit“ der FGW TR 3 für jede in der Erzeugungsanlage vorgesehene
    baulich unterschiedliche Erzeugungseinheit
  • einphasiger Übersichtsschaltplan der gesamten elektrischen Anlage mit den Daten der
    eingesetzten Betriebsmittel, Darstellung und Angaben der kundeneigenen Mittelspannungs-
    Leitungsverbindungen, Kabellängen und Schaltanlagen, Übersichtsbild des Schutzes der
    Erzeugungsanlage mit Einstellwerten, Darstellung, wo Messgrößen erfasst werden und auf
    welche Schaltgeräte der Schutz wirkt
  • Kundendatenblatt für Erzeugungsanlagen entsprechend Ihrer genutzten Energieart
  • Anlagenzertifikat
  • Fertigmeldung EZA
  • Inbetriebsetzungsprotokoll für Erzeugungsanlagen und/oder Speicher (E.10 MS)
  • Inbetriebsetzungserklärung für Erzeugungsanlagen und/oder Speicher (E.11 MS)
  • Konformitätserklärung für Erzeugungsanlagen und/oder Speicher

2. Netzverträglichkeitsprüfung
 
Auf Basis der unter Punkt 1. genannten Unterlagen führen wir die Netzverträglichkeitsprüfung durch und ermitteln den Netzverknüpfungspunkt unter Einhaltung der Technischen Anschlussbedingungen der VDE Anwendungsregel AR-N 4105 November 2018 „Erzeugungsanlagen am Niederspannungsnetz“, VDE-AR-N 4100 sowie der VDE Anwendungsregel AR-N 4110 November 2018 „TAR Mittelspannung“.

3. Ergebnisbekanntgabe der Netzverträglichkeitsprüfung
 
Die Bearbeitung erfolgt in einem Zeitraum von maximal 8 Wochen ab Eingang aller für die Netzverträglichkeitsprüfung erforderlichen Unterlagen. Das Ergebnis der Netzverträglichkeitsprüfung wird dem Anlagenbetreiber / Betreiber von KWK-Anlagen schriftlich mitgeteilt.

4. Einspeisemanagement
 
Die Netze Magdeburg GmbH weisen darauf hin, dass Anlagenbetreiber und Betreiber von KWK-Anlagen gemäß geltender technischer Richtlinien und dem Erneuerbare-Energien-Gesetz ihre Anlage so auszulegen haben, dass diese auf Anforderung der Netze Magdeburg GmbH an einem Einspeisemanagement teilnehmen können.
 
Anlagenbetreiber und Betreiber von KWK-Anlagen mit einer installierten Leistung von mehr als 100 kW müssen Ihre Anlagen mit einer technischen Einrichtung ausstatten (siehe Verfahrensrichtlinie zum Einspeisemanagement der Netze Magdeburg GmbH), damit der Netzbetreiber jederzeit die Einspeiseleistung bei Netzüberlastung ferngesteuert reduzieren und die Ist-Einspeisung abrufen kann.
 
Bei Anlagen von mehr als 30 kW bis 100 kW nehmen Sie bitte für die Teilnahme am Einspeisemanagement die Beschaffung und Montage eines Funkrundsteuerempfängers (FRE) selbst vor. Bei der Bestellung eines FRE ist ab sofort zwingend zu beachten, dass das Gerät Langmatz EK 893 mit einer Gerätenummer durch den Hersteller versehen werden muss. Die Gerätenummer ist vor Bestellung bei dem Netzbetreiber einzuholen. Beachten Sie hierbei im Download unser Informationsblatt zur Beschaffung eines FRE sowie die Spezifikationen des zu verwendenden FRE.

Einrichtung zur ferngesteuerten Reduzierung FRE
Entgelt EUR
Parametrierung, Erstinbetriebnahme inkl. An- Abfahrt 97,20
Alle Preise verstehen sich zuzüglich der jeweils gültigen Umsatzsteuer.

5. Netzanschlussvertrag
 
Ist für den Anschluss Ihrer Erzeugungsanlage und dessen weiteren Betrieb die Errichtung eines neuen Netzanschlusses notwendig, schließen Sie mit uns einen Netzanschlussvertrag ab. Dieser regelt u. a. die Dimensionierung des Anschlusses, die Netzanschlusskosten und die durch den Netzanschluss entstehenden Rechte und Pflichten.
 
6. Inbetriebsetzung
 
Vor Inbetriebsetzung Ihrer Anlage reichen Sie bitte das ausgefüllte Inbetriebsetzungsprotokoll ein. Dieses Dokument ist unter dem Punkt Download zu finden.
 
7. Abrechnungsvereinbarung
 
Wir bieten Ihnen an, die Messung, Ablesung und Abrechnung durchzuführen. Die entsprechende Abrechnungsvereinbarung für die Einspeisung von Strom erhalten Sie nach Inbetriebsetzung der Erzeugungsanlage.
 
Weitere Informationen
 

Anschluss an Hochspannung

 
Möchten Sie Ihre Erzeugungsanlage an Hochspannung anschließen, bitten wir Sie, uns Ihr Anschlussbegehren mitzuteilen. Den Anschlussantrag werden wir bei Bedarf an Sie übermitteln und Ihnen alle zur Anschlussbewertung notwendigen Unterlagen benennen.
 
Hinweise
 
Für Erzeugungsanlagen > 100 MW, die nach der KraftNAV angeschlossen werden, finden Sie hier weitere Informationen.

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